ja, contant wie eine Leiche! Mein armer Juſtus!— es dauerte gewiß eine ganze Stunde, ehe der Doctor wieder Leben in ihn brachte. Entſinnſt Du Dich noch, wie wir ihn hinaustrugen?“
„Nein.. ich.... war ſelbſt....“
„Ja, darüber konnte man ſich meiner Seel' nicht wundern, wenn Dir, der Braut, bei einem ſolchen Ende Hoͤren und Sehen verging! Aber meine Mutter iſt der Leiden gewohnt— ach, was iſt ſie für eine Frau!— ſie verlor die Faſſung nicht; ſie ſah zwar eben ſo blaß aus wie Juſtus; aber ſie war doch— entſinnſt Du Dich?— Diejenige, welche mit ihrem Arme ſeinen Kopf unter⸗ ſtützte. Und als er erwachte... hab' ich Dir das er⸗
„Ich glaube kaum.“
„Als er erwachte, da erhob er ſich ſo heftig, daß er beinahe mich und den Doctor umgeworfen hätte.„Was war das?— was habe ich geſagt?“ fragte er. Mir
wurde wirklich bange vor ihm, ſo wild war er; und es
war meiner Seele ein Glück, daß Mutter da war und ihm mit ihrer beruhigenden und liebkoſenden Stimme ant⸗ wortete:„Kein Wort haſt Du geſagt, mein Juſtus! Du haſt Deinen Bruder mit ſeiner Braut getraut, und als das gethan war, ſo wurdeſt Du heftig krank— die An⸗ ſtrengungen der Reiſe und der plötzliche Wechſel der Kälte und Wärme haben das bewirkt!...„Ja, ja,“ murmelte er,„ich war krank, ſehr krank— ich hätte es nicht ver⸗ ſuchen ſollen.“
„Er war krank,“ ſagte Conſtance leiſe,„und dennoch reiſ'te er am folgenden Tage!“
„Ja, daß er dazu Kräfte hatte, das war das Son⸗ derbarſte von Allem. Und dennoch ſchlug er es ab, mit
uns Mittag zu eſſen, und ſo nahm er uns die Mutter
weg, die wir ſonſt vielleicht beredet hätten mit uns zu kommen. Doch wer verſteht ſich auf ihn!“
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