Teil eines Werkes 
Band 8, 3. Theil, 13.-18. Bändchen (1848)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

In dem noͤrdlichen Theile von Bohuslän, welcher an Norwegen und Dahlsland gränzt, liegt das öde, ro⸗ mantiſch wilde Härad Bullaren, die eigentliche Gebirgs⸗ gegend von Bohuslän.

Eben ſo reich an Sagen und an Aberglauben als an wunderbaren, überraſchenden Naturſcenerien, liefert es dem forſchenden Wandrer einen Reichthum von Erinne⸗ rungen. Niemand kann ohne zu ſchaudern auf den Spitzen der Berge ſtehen und das Auge in die jähen Abgründe hinabſinken, in deren Umarmung eine ganze Zwerggene⸗ ration von Fichten und Tannen unter den hie und da von einem kleinen rauſchenden Strome gewäſſerten und ver⸗ ſchobenen Steinhaufen Wurzel geſchlagen hat. Wenn aber nur der Wanderer dem ſanften abſchüſſigen Bergrücken abwärts folgt und ein Thal betritt, ſo fühlt er ſich ver⸗ ſucht, in einen Ausruf der Bewunderung auszubrechen. Wie kam er herein in dieſes bezaubernde Paradies? Dort oben erblickte er nur Wald⸗ und Bergwände, eben ſo hoch wie die hochgewachſene Tanne, und plötzlich krümmte ſich der Weg um einen Vorſprung des Berges. Abwärts und abwärts ging es auf dem ſteinharten, wogigen Wege; die gaffenden Abſtürze an den Seiten wurden immer kleiner und kleiner und endlich ſtand er in dem Thale, dieſem Thal aus der Sagenwelt, ſo feſt und treu umſchlungen von den Armen der Gebirge, wie die Braut von den Armen des Bräutigams. Welche Friſche, welches Grün, welche dunkelblauen Seen mit kleinen entzückenden Werdern, welche Ufer, welche Bollwerke von uralten, ehrfurchtge⸗ bietenden Fichten und welches Schweigen! Hat denn