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ſie ihre Lorgnette darauf richtete; dann fuhr ſie leiſe fort:„Haben Sie Mitleiden mit meiner Unruhe, ich fühle eine ſolche Hochachtung für dieſes junge Mädchen, daß ich in Verzweiflung ſein würde, wenn ſie nicht alles wäre, was ſie zu ſein ſcheint!“
„Wir dürfen uns nicht übereilen! Seit mehreren Monaten zeigt ſich eine ſonderbare Veränderung in ihrem Weſen— oder iſt dieſe Veränderung vielleicht Ihrer Aufmerkſamkeit entgangen?“
„Weder der meinigen, noch der ihrer ſämmtlichen Bekannten; ich habe aber geglaubt, daß ihre und ihrer Mutter traurige Lage ſchuld daran wäre.
„Nein, das kann nicht ſein. Zuerſt und vor allen Dingen war ihre Lage nicht beſſer, als ſie hieher kamen, und zweitens gehört Conſtances Charakter nicht zu der Art, daß er von dieſer Art von Unglück wie eine un⸗ verſchuldete, ehrliche Armuth iſt, gebeugt werden ſollte. Die Veränderung in ihrer Laune, ihrem Betragen, in ihrem ganzen Leben muß einen ganz andern Grund haben.“
„Ich bekenne, daß dieſe Worte mich in Erſtaunen ſetzen— ich wage es nicht, den Sinn derſelben zu er⸗ rathen.“
„Wohlan denn, ich will es verſuchen, einen Schlüſſel zu machen; wollen ſehen, ob es uns beiden dann ge⸗ lingt, das Räthſel zu löſen.... Laſſen Sie uns aber doch zuvor einige Worte mit unſern Nachbarinnen wech⸗ ſeln; ich will nicht, daß es ausſehen ſollte, als wären wir von unſerm Geſpräche intereſſirt.“
In der That waren jedoch die beiden Damen von ihrem Gegenſtande ſo intereſſirt, daß ſie die Nachbarin⸗ nen bald in Ruhe ließen, und die Majorin nahm, die Lorgnette auf das Greiſengeſicht richtend, von neuem das Wort:
„Ich habe lange eine geheime Liebe geargwöhnt, und zwar erſtlich aus dem Grunde, weil ein armes Mäͤdchen ſich füglich nicht ſo angelegen zeigen kann, drei ehrenwerthe Vorſchläge los zu werden, wenn ſie dazu
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