es Dir gelingt, wie ich hoffe, ſo bekommſt Du meine blaugeſtreifte Schürze. Aber bitte ſie alle, daß ſie um Gotteswillen meiner Tochter kein Wort ſagen; denn erfährt ſie das Mindeſte davon, ſo iſt's aus mit der ganzen Freude.“
„Verlaſſen Sie ſich auf mich: ich will ihnen ſchon Beſcheid ſagen! Nun aber laſſen Sie mich gehen, ehe ich's vergeſſe!“
„Wart' ein wenig, liebe Agneta! Um alles in der Welt, nimm die Kumme mit und leihe ein QWuartier Syrup bei der Arnberg! Ich habe wohl noch ein wenig übrig von dem, welchen ich in der vorigen Woche von der Doctorin lieh; doch das verſchlägt nicht zur Blaubeerencrème.“
Agneta nahm die Kumme und ging, war aber kaum die Treppe hinab geſtiegen, ſo kam ihre Herrin ihr außer Athem nachgelaufen.„Agneta, Agneta! wenn Du die Simmerman'ſche ſiehſt, ſo ſchaffe ſte nach Hauſe! Und hörſt Du: ſage beim Bäcker zu, obgleich ihr kleiner Nils ſo ſehr beſchwerlich iſt, daß er uns ſo viele Zeit und Mühe koſtet, da wir uns mit ihm allein beſchäf⸗ tigen müſſen, ſo kann er dennoch in der nächſten Woche kommen, wenn ſie mir morgen früh drei Safrankuchen und die Würzbrode ſchicken wollen— ſage, daß Du das übrige baar bezahlen willſt.... doch ſieh, hier haben wir ja die Simmerman! Mach nun ſchnell, Ag⸗ neta, und ſteh nicht lange und vergeude die Zeit, ſonſt wird es nichts mit der blaugeſtreiften Schürze, die noch gar nicht gewaſchen und ſo gut wie funkelnagelneu iſt!“
Jetzt endlich durfte die ſchwer beladene Agneta ſich hinweg begeben, und die werthe Herrin eilte, ihre zweite Abgeordnete, die celebre Laufmadam, die unſterbliche Simmerman, entgegen zu nehmen, welche in der ganzen Stadt umher geweſen war, um Taſſen, Gläſer und eine Unendlichkeit von diverſen Dingen zuſammen zu leihen. „Meine gute Simmerman! hat Sie nun alles be⸗


