und von ihren Thränen und Segenswünſchen überſtrömt, Augen, in denen
verblieb er lange ſtumm, während ſeine ein ſchwärmeriſches Feuer flammte, mit unbeſchreiblicher Zärtlichkeit auf dieſer Mutter ruhten, die er über Alles
liebte.
„Gott hat Deine Gelübde vernommen, mein Juſtus, und in ſeiner Langmuth wird er Dir Deinen kindlichen Stolz nicht zurechnen, ſondern nur auf den Wunſch Dei⸗
nes Herzens ſehen.“
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In der Stunde des Abſchiedes, als Leonard ſchon auf dem Skjutskarren ſaß, wollte Frau Hedwig ihrem Sohne ein kleines Paquet in die Hand ſtecken.„Mein Sohn, erzeige mir die Freude und nimm dieſes zu Deinen theuren Spielſtunden— glaube mir: ich kann es ſehr gut
entbehren!“
„Nicht einen Heller über das Gewoͤhnliche nehme ich, meine geliebte Mutter, und das habe ich ſchon erhalten! Es wäre eine Sünde und eine Schande von mir, da ich mich nicht ſelbſt zum Stundengeben bequemen will, Dein
theuer und ſchwer verdlentes Geld zu nehmen, um damit meinen eigenen Unterricht zu bezahlen. Nein, ich danke!“ „Juſtus, mein Sohn! wie kannſt Du mir in dem
Augenblicke des Abſchiedes etwas abſchlagen?“ „O,“ ſagte Juſtus, und ſeine Lippen und Blicke lächelten wiederum voll kindlicher Freude und Luſt,„liebe Mutter! wie kannſt Du in dem Augenblicke des Abſchie⸗ des meinen Fehlern ein Kiſſen unterlegen wollen?“
„Ja, Du verſtehſt die Kunſt mich zu entwaffnen! Nun ſo ſtrebe denn vorwärts, ſo gut Du kannſt, mein armer Junge! Und Du, mein Leo!“ ſagte ſie, indem ſie
den hochgeſchätzten Stiefſohn noch einmal umarmte,„habe
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