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Bürgſchaft für irdiſches Glück... Doch ſage mir: wie erfuhrſt Du Maria's Unglück, und wie erfuhr ſie, daß ſie betrogen war?“
„In der Stunde der Trennung bekannte er ihr nicht nur, daß ſie auf ewig ſchieden, ſondern auch, daß er mit einer Andern verlobt war; aber er hatte ihr Worte ge⸗ ſagt, die Marie oft wiederholte:„Ich werde ihr nicht mehr angehören als Dir. Der Himmel wird bald ſein Darlehn zurückfordern; und verzieht dieſes auch noch eine lange Zeit, ſo will ich ſie dennoch nie meine Gattin nennen, nachdem ich Dich meine Geliebte genannt habe.“— Und die arme, unglückliche, verlaſſene Marie gab ihm nicht nur ihre Verzeihung, ſondern ſie ſegnete ſogar auch noch ihren Henker und bat ihn inſtändigſt, vor ſeinem Hingange ſein Gewiſſen durch ein Geſtändniß zu erleichtern, welches er ſeiner Braut ſchuldig wäre. Gleich nach der Abreiſe des Barons reiste auch Marie nach Hauſe; und ſo groß war ihre Verzweiflung darüber, daß ſie die achtungswürdigſte der Mütter entehrte, daß ſie in ihrer unausſprechlichen Angſt mich, ihren Bruder, zu ihrem Vertrauten wählte. Ich bereitete Frau Rehnman vor, und mit der wahren, demüthigen Gottesfurcht, welche das ganze Leben dieſer Frau ausgezeichnet hat, empfing ſie den ſchrecklichen Schlag, reichte der Reuevollen ihre Arme und ſchenkte ihr eine verdoppelte Liebe. Erſt lange nachher erfuhr Marie, mit wem ihr Verführer verlobt geweſen war; und es iſt daher leicht zu erklären, warum ſie Dich nicht ohne die tiefſte Verwirrung ſehen konnte.“
„Ja, nun verſtehe ich das, und auch warum Du mir nichts erklären wollteſt: gewiß hatte Dich Marie darum gebeten?“
„Sie that es, weil ſie glaubte, daß gewiſſe Gerüchte Deine Ohren erreicht hätten; ich aber hielt ſolches für ganz unwahrſcheinlich, da ich Dir ſelbſt geung geſagt hatte, um meiner Meinung nach mein Verhältniß zu dieſen
Frauenzimmern in das rechte Licht geſetzt zu haben. Mein ſeinziger Wunſch war, Dir den Schmerz einer von Reuem
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