ſieh! eerades „ ſage olchen
ſcheue udwig, aß ich Dir? in ver⸗ Sieg wiß!⸗ latte es ute er
vvirklich
licht ſo Laune eht mit erwäh⸗ he.“
e mär ch erſt
355
Obgleich überzeugt, daß Lavinia nimmermehr dieſe lange Reiſe mit ihm zuſammen hätte machen wollen, falls es ihr Vorſatz geweſen wäre, auf die Trennung zu be⸗ ſtehen, ſo fühlte doch Ludwig vor jedem Tage, der ihn dem fünfundzwanzigſten näher führte, eine ſo außer⸗ ordentliche und brennende Unruhe, daß er den größten Theil deſſelben hinbrachte, um in Gedanken noch einmal ſein ganzes Betragen waͤhrend dieſer Reiſe durchzumachen und genau zu prüfen, ob er eine einzige Schwäche gezeigt
hätte, die man unter die Rubrik von Eiſerſucht ſetzen
könnte.
Er fand keine ſolche, und dennoch verblieb er in Un⸗ ruhe vor der Umwälzung, welche bevorſtand.
Dieſe war auch in beiden Fällen unermeßlich, und wenn er in dem einen Augenblick fühlte, daß ihm vor ſeliger Empfindung ſchwindelte, ſo war er in dem nächſten
verdammt, mit den Qualen der Hölle Bekanntſchaft zu
machen; und bei den vielen Vergleichungen, die er an⸗ ſtellte, zog er den Tod tauſendmal dem Verluſte dieſer Frau vor, die ihm ſo theuer geworden war, daß er über 4 das Wunder erſtaunte, das die Liebe hervorgebracht hatte.
Während der letzten Woche war auch Lavinig ſich ganz unähnlich geworden.
Sie war nicht länger frei und. ungenirt wie zuvor; denn unaufhörlich trat ihr wieder das Bild vor die Seele, welches ſich eine Zeitlang im Hintergrunde gehalten hatte,
ſetzt aber von Neuem ſeine Macht geltend machte, nämlich
Maria Rehnman's Bild. 4
Es war gegeben, wenn alles abgemacht würde, daß dieſer Umſtand einer der wichtigſten ſein mußte; und La⸗ inia, die vor Kurzem noch ſo ſtreng gegen ihren Mann geweſen war, hatte mehrmals eine Angſt, daß ſie bei dem loßen Gedanken zitterte, alle ihre ehemaligen Befürchtungen tzunten dennoch gegründet ſein. Ja, ihre Eiferſucht be⸗ chtete nicht nur die Gegenwart— ſie ſchauderte auch uck vor dem Gedanken, jemals ein weibliches Weſen


