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Ein Jahr : Novelle ; fünf Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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345 iit ihm mit einander dieſe Heimath, die ihnen ſo theuer geworden te her⸗ war, betreten zu dürfen. en. 1 Ludwig hatte das größte Vertrauen zu dem Adel in unfrei⸗ Lavinia's Charakter und zu der Reinheit ihrer Grundſätze; aſt Dir aher er fürchtete nichts deſto weniger, daß ſie zufolge „ſo iſt eines falſchen oder zweideutigen Anlaſſes ſie beide in eine haſt.“ Stellung verſetzen könnte, die es dem Selbſtgefuhle un⸗ n woll⸗ möglich machte, gegen das Recht zu kämpfen, das am

fünfundzwanzigſten September bewilligt war. n. Ich Lavinia dagegen, welche Ludwig's ſchlimmſten Fehler, es aus⸗ ſein ungezügelte Neigung zur Eiſerſucht, genau prüfen n eines wollte— die übrigen waren in ihren Augen gleich Null, rt noch hatte keineswegs die Abſicht ſchwach zu ſein. verlebt Fand ſie ihre Furcht beſtätigt, flammte dieſe Leiden⸗ machen, ſchaft von Neuem auf, da war ſie entſchloſſen, unwider⸗ n. Das ruflich entſchloſſen, eine ewige Trennung einer Ehe vor⸗ zuziehen, in welcher die freundlichen Genien der Liebe ſchnell leicht ihre Geſtalt verändern und ſich in Furien verwan⸗ ordnen, deln konnten. denn?“ Bei dieſer Prüfung nahm ſie ſich aber auch ſtreng an aber vor, nie die Gränzen der äußerſten Vorſicht zu übertreten. eiſe... Ein Badeort, ein Ort, an welchem viele Menſchen vohl ein zuſammentreffen, gibt einem jungen und reizenden Weibe immer Gelegenheit, geſehen und bewundert zu werden. Lavinia wußte dies ſehr wohl; ſie war ſchon im Voraus und aus Erfahrung uberzeugt, daß ſie einen Vorrang gewinnen würde; aber ihr war auch die Gefahr des Ver⸗ ſuches nicht unbekannt, mit welchem ſie nun die Ueber⸗ zeugung ihres künftigen Glückes erkaufen wollte, und daß

nicht nur ein vollkommen reines Gemüth, ſondern auch eine unaufhörliche Wachſamkeit über ſich ſelbſt erford lich war, um ſich zu gleicher Zeit der Gefahr Prei geben und auch vor derſelben zu bewahren.