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Ein Jahr : Novelle ; fünf Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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entfaltete Julia für die einzig wahre hielt, das heißt diejenige, ſie kaun welche ſich in tauſend kleinen Aufmerkſamkeiten und be⸗ dooch all ſtändiger Geſchäftigkeit um den geliebten Gegenſtand offenbart. mmen von Mit dieſem Charakter war Julia allzu klein für La⸗ den Brif vinia, die vor allen Dingen kein Wort von Liebe hören b ſie ſich wollte, und die ferner in dieſer Zeit ihres Lebens zu den auer abge frohen Beſchäftigungen, welche die Welt ihrer jungen zufzer, da Schwägerin waren, nicht die geringſte Neigung hatte. eufzer aus Das Haus zu ordnen, ſo daß Rudolf ſich darin behaglich und froh füͤhlte, zu leſen, ihre Lieblingsſtücke zu ſpielen me niemal und mit Perſonen ſich zu unterhalten, welche ein Geſpräch ewöhnlicht von einiger Bedeutſamkeit führen konnten, das waren auch ſchw Lavinia's einzige Vergnügungen, und mit jedem Tage es Willen gab ſich die Verſchiedenheit in den Charakteren und den chmerz, Neigungen der Schwägerin mehr und mehr zu erkennen. n ſie hiebe Rudolf mit ſeiner offenen, leicht gerührten Seele Folge de ſtand zwiſchen Beiden; doch war er gegen Lavinia zu hatte, un aufmerkſam, ſo wurde Julia neidiſch; gab er ſich dagegen befand, n dem Einfluſſe ſeiner Gattin allzu ſehr hin, ſo beklagte ſich Lavinia zwar nicht, aber Rudolf verſtand ſie, und trotz lor ſie in aller Liebe und aller ſpielenden Lebhaftigkeit, mit welcher ie einer g Julia um ihn hertanzte, wurde ihm ſein Haus nicht ſo niverſalert reich an Gluck, wie er gehofft hatte. zwohl nich Un dieſe Zeit, da Lavinia es am tiefſten empfand, daß ſie dem geget überflüſſig war, und dennoch nicht, ohne Rudolf auf das tiefſte tzen, die t zu kränken, aus ſeinem Hauſe ſcheiden konnte, zu einer Zeit, tt konnte da ſie das Bedürfniß eines neuen Lebens, neuer Pflichten, Beſchutz neuer Thätigkeit fühlte, um aus einer Gemüthsſtimmung 3 gluͤcklich zu kommen, die immer ſchwerere Feſſeln auf ihre Seele 8 legte, kam der Rittmeiſter von C- ſköld in der Stadt an. verdoppi Lavinia hatte ihn ſchon bisweilen geſehen und wußte, leinen Kn daß er ein ehrenwerther und achtungswürdiger Mann war, rrt. Lavin wenn ſie auch weiter nichts zu ſeinem Vortheile kannte. te: ſie ¹ Und weil er ſo wenig zu bieten und ſie ſo wenig zu geben daran ſu hatte, fo erſchien ihr die Vereinigung mit ihm, da er llen, Ma nach Verlauf einiger Zeit um ihre Hand anhielt, wirklich 5 Liebe, nicht nur wünſchenswerth, ſondern ſogar willkommen.