rſpruch. i ſeiner leichter rben— geſchah! r halten
nden umd ſie wäre un Gott⸗ re Furch itt falſc hlöße.
dern, d h Monat ver ſprach tin treuet iger ihr , undd t vereint e ihr ja ächeln un eit Seuſtt
Bekann
2 Prüfum tte, welch Stütze fat hard wißt bat raut. 1
alleim
Arme ru
49
ſo flüſterte er leiſe, indem ſeine bleichen Lippen die geliebte Hand berührten, welche ſie ihm anf ein Zeichen darreichte: „Lavinia, ich habe Deine Liebe nicht verdient!“
„O, mein Gotthard!“ ſagte ſie innig,„Du redeſt irre. Wer verdiente wohl mehr als Du, der Du ſo ge⸗ duldig keideſt, daß ſich einige Augenblicke von Seligkeit in die Bitterkeit miſchten, welche ich nicht zu entfernen ver⸗ mag und wollte ich Dir auch mein Leben ſchenken!“
„Nein, ich rede nicht irre, geliebte Lavinia! Und auch Du— o, das iſt das Bitterſte von Allem— auch Du wirſt Dich davon uberzeugen. Nicht jetzt, nicht heute: ich habe nicht den Muth dazu; und wenn Du meine letzte, meine innigſte Bitte erfüllen willſt, ſo brichſt Du den Brief, welchen Du in meinem Schreibpulte findeſt, nicht eher als am Tage nach meinem Begräbniſſe! Nimm ihn aber ſchon jetzt, da ich es ſehe— dieſe Strafe ver⸗ diene ich!“
Von einem Schmerze, den ſie in ihrer jetzigen be⸗ dauernswürdigen Lage nicht zu deuten verſuchen wollte, nahm Lavinia den Brief und gab ihm heilig und willig das begehrte Verſprechen.
„Fühlſt Du nicht ſchon Kälte gegen Deinen armen Gotthard?“ fragte er mit unruhig forſchendem Blick. „Ach, warte ein wenig, laß ihn erſt kalt werden, da Dein Herz und Deine Augen noch Wärme für ihn uübrig haben!“
Bei dieſen Worten vergaß Lavinia alles außer ihm, und er war ihr einziger, ihr unaufhörlicher Gedanke, bis der Tod ihn ihren Armen entriß und in die ſeinigen ſchloß, bis das Grab ihn in ſeinem Schoße barg.
Als aber der zweite Morgenſtrahl der Januarſonne auf Gotthard's ſchneebedeckten Grabhügel ſchien, ſo er⸗ wachte Lavinig aus dem ſchweren Traume, um dem letzten Willen ihres Gotthard nachzukommen. Sie nahm ſeinen Brief, betrachtete ihn lange und innig, und über ihre Lippen ſchwebte das Gebet, daß ihr Schmerz nicht noch größer werden möchte, als er ſchon war. 4
Carlen. Ein Jahr.


