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beleidigt: ich vergaß ihn la
„Wohlan denn! ſei es alſo beſchloſſen, daß wir während eines Jahres vor der Welt als Eheleute erſchei⸗ nen, um nachher eine Feſſel zu brechen, die unter dieſen Verhaltniſſen ſchwerer wird als die Kette des Galeeren⸗ D ſklaven. Inzwiſchen laſſe ich dem ruhigen Verſtande, Protokt
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mit welchem Du die Sache aufgefaßt haſt, Gerechtigkeit auf die wiederfahren. Auf dieſe Art erſparen wir uns Beide Hohn ſtreckte und Erniedrigung.“ 2* „Und noch dazu,“ fiel Lavinia nicht ohne Verdruß biſt D.
ein,„kann es Dir vielleicht zu einer kleinen Linderung immer! gereichen, wenn Du weißt, daß Du nicht allein an die Abſchie Kette geſchmiedet biſt.“ ſtill vo „Vergieb mir, gute Lavinia; aber meine Gefühle 13 willſt Du weder verſtehen, noch kehrſt Du Dich daran eben ſi ſie zu verſtehen. Doch wollteſt Du mir als noch eine der Au Probe Deines Vertrauens ſagen, ob Du den Gotthard 7 mit dieſer hohen, tiefen und reinen Liebe liebteſt, deren Du da ein Weib wie Du fähig ſein muß?“ 4 ſehen? Sa, ich liebte ihn ſo.... doch erwähne ſeiner kannſt nicht!“ Ihr ganzes Weſen gab ein Zeugniß von Schmerz 5 nfrie
und Abſcheu.— 5 Beruhige Dich, ich habe noch nie zuvor bei Dir dieſe Zeichen von Sturm und Leidenſchaft geſehen. Icht weiß nun, wie Du liebſt, und wie Du ſogar noch nach dem Tode haſſeſt, wenn Du beleidigt wirſt.* Lavinia's hlitzendes Auge ſank zur Erde hinab; ein Zittern ſchlich ſich durch ihre Glieder.„Ich wurde nicht f
„Behalte Deinen Schmerz, ſtolzes Weib! Der Tod ) 3 3
ebnet zuletzt dennoch alles... Nun aber bitte ich Dich, E ruhe einige Stunden, ſo daß Dir morgen nicht die Kräfte ſ.
Neiſe fehle 8 f; jer auf den Sof ert! zur Reiſe fehlen. Ich werfe mich hier auf den Soſugu gute Nacht!“* 1
So endete der Hochzeittag. Es war der fünf und zwanzigſte September.— 4


