Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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Stunde verlebt hatte, die ſie nie vergeſſen konnte. Das Andenken an die Qualen derſelben warf in dieſem Augen⸗ blicke einen Wiederſchein auf ihr Antlitz.

Sein Blick ruhte auf ihr mit einem unruhig for⸗ ſchenden Ausdrucke. Eine Macht, ſtärker als ſein Wille, hielt ſeine Zunge gefeſſelt.

Gewiß, ſagte Fanny ermahnend,iſt Herr Letsler nun erwacht wir müſſen zurück!

Warum, fragte Georg ſich ſelbſt,warum iſt ſie plötzlich ſo wunderlich, ſo kalt geworden? Als Fanny neulich aus dem Boote ſtieg, glaubte er ſeine kleine fröhliche Göttin auf Strand geſehen zu haben.... Jetzt ſah er ein faſt fremdes Weſen vor ſich.

Die Bitte in ſeiner Seele wollte jedoch nicht ſchwei⸗ gen; die Gefühle wuchſen mit blitzesſchneller Eilfertigkeit: ſie brannten, ſie flammten, ſie begehrten es, Fanny augen⸗ blicklich wieder ſo zu haben, wie er ſie zuvor geliebt und angebetet hatte.

Als ſich aber Fanny erheben zu wollen ſchien, um zu gehen, da zerriß die Furcht, dieſe koſtbaren Minuten zu verlieren, das Band, welches eine andere Furcht ihm für eine kurze Zeit angelegt hatte.

Er ſank zu ihren Füßen er hatte noch nie zu Fanny's Füßen gelegen und von ſeinen Lippen floßen Worte, ſo warm wie das Blut, welches von und zu ſeinem ſtürmenden Herzen ſtrömte.

Mein Gott, Georg! ſo höre doch auf! Du kannſt unmöglich ſo für mich fühlen, jetzt, nachdem... nein, das iſt unmoͤglich!

Iſt es unmöglich? O, ſage das nicht Du ſiehſt, daß es nur allzu wahr iſt! Im verwichenen Som⸗ mer ſah ich Dich einmal in Maſthugg... ich entzog mich, verſteckte mich vor Deinem Blicke.... Fanny, theure Geliebte! glaubſt Du nicht, ich würde zu Dir geeilt ſein, um meine Jugendfreundin zu begrüßen, wenn ich nicht ſchon damals den ganzen Einfluß Deiner alten

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