Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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aus drei Perſonen beſtehende Familie der Grafen von Almeslo⸗Tappe aus. Der plötzliche Tod des ſo friſch und luſtig heranblühenden kleinen Fortunat zog den ſeiner Mutter, der Gräfin Marie, nach ſich und ihr Gemahl folgte ihr in weniger als Jahresfriſt ins Grab. Das Almeslo'ſche Wappenſchild mit dem Adler, der auf ſeiner Bruſt ein Kreuz trug, verſchwand von der Höhe des Portals, nicht aber der im königlichen Archive zu Dresden noch verwahrte Brief des an Friedrich Wilhelm's I. Hofe zu Berlin als ſächſiſcher Geſandter lebenden Barons von Manteuffel, in dem dieſer Herr jenes auffälligen und durch die Auffindung des leeren Sarges damals nicht enträthſelten Geheim⸗ niſſes gedenkt, welches, wie unſere Geſchichtserzählung ergibt, aufs engſte mit dem Namen Almeslo⸗Tappe zuſammenhing.

Des Grafen Fortunatus Ausſpruch gegen ſeinen Stiefbruder, den Baron Warkotſch:Dich trifft doch noch die rächende Hand Gottes! erfüllte ſich. Sein vereitelter Hochverrath, den König Friedrich 1761 wäh⸗ rend des Nachts in dem von demſelben bewohnten einzeln ſtehenden Hauſe ſeines Hauptquartiers in Woiſel⸗ witz bei Strehlen in Schleſien durch Oeſterreicher auf⸗ heben und nach Wien als Gefangenen transportiren zu laſſen, trieb ihn als Flüchtling nach Ungarn, wo er