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Leben gab es für ihn keine höhere Würde mehr zu gewinnen, denn ein Jahr vorher war ihm die hohe Stellung eines erſten Reichsfeldmarſchalls zuerkannt worden.
Das Alter hatte ihm kein beſonderes Merkmal des Schwächerwerdens aufgedrückt, wie ſonſt war er noch der rüſtige Kriegsmann und ſeine Haltung, zum Muſter für ſeine Grenadiere, eine ſtramme. Nur ſeine nähere Umgebung bemerkte, wie der ſiebzigjährige Kriegsfürſt zuweilen in tiefes Nachſinnen ſich verſenkte, und ſie kannte die Urſache davon. Frau Annelieſe fehlte ihm. Er ſprach gern von ihr, aber nicht mit der Trauer eines Mannes, den der Verluſt eines geliebten Weibes gegen alle Heiterkeit abſtumpft, ſondern ſeine Erinnerun⸗ gen an ſie glichen mild glänzenden Sonnenſtrahlen, wie ſchöne Herbſttage ſie bringen Beim Hofmedicus ging er gern ein und aus, Frau Anna Stoll wußte ſo viel von ihrer guten, höchſtſeligen Herrin zu erzählen, und dem hörte er mit ſichtbarem Vergnügen zu. Zuweilen ge⸗ dachte er auch ſelbſt mancher Erlebniſſe aus jenen lange verklungenen Jahren, wo die Verſtorbene in voller Jugend⸗ und Kraftfülle ihn in ſeinen Feldzügen be⸗ gleitet hatte. Der Eifer, den er dabei an den Tag legte, zeugte, wie ſein ganzes Sein mit dem Weibe ſeiner Wahl aufs innigſte verknüpft geweſen und noch


