Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Ein Handbillet von Seiner königlichen Majeſtät an Eure Durchlaucht. Kältſch entfernte ſich nach dieſen Worten.

Der alte Herr erbrach das Billet und Fortunatus bemerkte nicht ohne Erſtaunen, daß der es Leſende in ſichtliche Verwirrung gerieth und dann, den Blick auf ihn gerichtet, ſprach:Seine Majeſtät wünſcht des Grenadiers Alm ſofortige Freilaſſung.

Meine Freilaſſung der König wünſcht ſie?

Ja. Der Herr Graf ſcheinen darüber erſtaunt?

Und mit Recht, Durchlaucht. Ich kenne Niemand hier, der ſich für mich ſo ſehr hätte intereſſiren ſollen, um Seiner Majeſtät Wohlwollen auf mich zu lenken.

Nun, ſei dem, wie ihm wolle, hob Herr Leupold an und das Grimmige verſchwand nicht nur plötzlich aus ſeinem Geſicht, ſondern auch aus ſeinem Weſen. Jener Ausdruck von Gemüthlichkeit, der ihn zuweilen ſogar liebenswürdig, natürlich nur ſoweit dies mit der ihm eingefleiſchten Rauhheit vereinbar war, er⸗ ſcheinen ließ, nahm unbeſchränkten Beſitz von ihm, und Fortunatus näher tretend, legte er ihm die Hand auf die Schultern.Der Herr Graf, hob er an,wären auch ohne Seiner Majeſtät ausgeſprochenen Wunſch frei geweſen. Ich kenne zwar die Gründe nicht, die meine höchſtſelige Gemahlin gehabt haben muß, um

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