das Weibsbild ſonſt ſei, geſagt habe, der Durchlauchtige dürfe nicht die Hand an ihn legen, weil das ebenſo viel hieße, als er lege ſie an ſich ſelbſt.„Das kann die Canaille nicht geſagt haben. Was hätte ich mit ſolchem Schurken von Ausreißer gemein!“
„Mit Verlaub, Durchlaucht, das ſind ſeine Worte, 's geht kein Jota davon ab. Meine Ohren ſind gut.“
„Aber lang, lang“, ſchrie der alte Herr grimmig. „Man ſieht Ihm gleich den Eſel an. Der Hunds⸗ fott von Deſerteur ſoll hertransportirt werden!“ rief er nach einer Pauſe.„Richte Er das dem Hauptmann der Wache aus. Rechts um kehrt! Marſch!“
Als Alm in das Zimmer eintrat, in dem ſich der Durchlauchtige befand, blickte ihn dieſer an, als wolle er ihn durchbohren, indeß er genoß nicht die Freude, denſelben zittern zu ſehen. Das brachte ihn in ſolche Wuth, daß er, auf ihn losſtürzend und den Stock zum Hiebe ſchwingend, ihn anbrüllte:„Hundsfott Er!“
„Keinen Schlag, Durchlaucht! Bei Gott, ich ver⸗ geſſe, wer Sie ſind!“
„Was? Was?“ ſchrie der alte Herr.„Ich laſſe Ihn todt fuchteln, großmäulige Canaille!“
„Durchlaucht“, ſprach Alm mit einer Ruhe, die den Deſſauer außer aller Faſſung brachte,„ich bin Edelmann.“


