Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Als der Offizier der Hauptwache den Deſerteur übernommen hatte und ihn in das Gefängniß abführen laſſen wollte, übergab ihm dieſer die Piſtole mit den Worten:Ich war dieſer Waffe benöthigt, um mich vor Mißhandlungen zu ſchützen. Später nehme ich ſie wieder in Empfang.

Viel Zuverſicht, lachte der Offizier.Unſer Alter macht wenig Complimente, ſchreibe Er ſich das hinters Ohr.

Es war recht auffallend, daß Frau Doris Schomer, die ſonſt ſo treue, unzertrennliche Freundin der Gräfin Marie, jetzt, nachdem deren Gemahl in Mitte der Gre⸗ nadiere das Haus verlaſſen hatte, ſtatt die Gräfin zu beruhigen, in ihr Stübchen gegangen war und lange Zeit nicht zum Vorſchein kam. Als dies endlich doch geſchah, konnte ſich weder Marie noch Frau Mel⸗ chior es deuten, daß ſie in ihrem beſten Kleide er⸗ ſchien, als wenn ſie zu einem großen Feſte gehen wolle, zu dem Jeder beſtrebt ſei, ſich ſoviel als mög⸗ lich herauszuputzen.

Aber, Doris, was kommt Dir an, daß Du jetzt, wo ich in ſo großer Angſt bin, an Tand und Putz denken kannſt? fragte Gräfin Marie, die Hände vor Erſtaunen faltend.

O mein liebes Herz, denke nichts Schlimmes von