Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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ſung, ſchnell vorzurücken, aber ſein Widerſpruchsgeiſt und ſein Alter proteſtirten hartnäckig gegen jede Eile. Nichts war ihm färgerlicher als das Feuer, mit dem König Friedrich ſſeine Kriegsbewegungen betrieb und gegen welches er, der Deſſauer, als Gegenſatz Bedäch⸗ tigkeit und lange, auf vieljährige Erfahrungen geſtützte Ueberlegung aufſtellen zu müſſen glaubte. Indeß des Königs Geduld riß. Mit ſehr bittern Vorwürfen ſchickte er ihm den ſtrengſten Befehl, vorzurücken, und dies brach den Starrkopf Herrn Leupold's.

In Gewaltmärſchen erreichte er von Torgau aus in zwei Tagen Meißen und rückte mit ſeiner durch zehn Bataillone unter General von Lehwaldt von Bautzen aus verſtärkten und dadurch auf 34000 Mann ange⸗ wachſenen Armee gegen Dresden vor.

Schneidende Kälte und glatt gefrorne Schneewege hinderten den raſchen Marſch der preußiſchen Truppen, die in aller Frühe am 15. December von Rohrsdorf bei Meißen in vier Zügen ausrückten, um über Wils⸗ druf die ſächſiſche Hauptſtadt zu erreichen. Nur wenige Sonnenbhlicke aus dem grauen Himmel bezeichneten die Mittagsſtunde, als das Heer unter kleinen Kämpfen bis Keſſelsdorf vorgedrungen war, wo der linke Flügel der Sachſen feſte Stellung genommen hatte.

Dieſe Poſition, welche Herr Leupold ſofort als der