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In dieſem Jahre, 1741, war unendlich viel ge⸗ ſchehen, was auf die nächſte Zukunft den größten Ein⸗ fluß übte. Die Mollwitzer Schlacht, der die öſterreichiſche Armee in wilder Flucht entrann, hatte das Land bis Wien dem Sieger offen gelegt und der preußiſche Hu⸗ ſarenführer Ziethen wagte ſich keck bis Korneuburg und Stockerau und überblickte im Novembermonate von den kahlen Höhen des Biſ amsbergs die kaiſerliche Haupt⸗ und Reſidenzſtadt.
Der Schrecken in derſelben ſuchte ſeinesgleichen; die Sicherheit, mit welcher man auf den Untergang der Preußen gehofft hatte, war wie Frühnebel vor dem Sonnenlichte verſchwunden. Alles floh nach Ungarn, nach Steiermark, nach Klagenfurt in Kärnten. Die Erzherzoginnen, der Schatz, die Archive wurden nach Gratz geflüchtet. Die Kaiſerin Maria Thereſia war nach Ungarn entflohen, und während ſie unter dem Schutze dieſer ſo oft von ihren Vorfahren, den Kaiſern, ſchwer beleidigten Nation lebte, ſchloſſen Frankreich und Baiern zu Nymphenburg am achtzehnten Mai jene Ver⸗ träge ab, nach welchen Maria Thereſia, die nur als Großherzogin von Toscana Beachtete, Ungarn und das Land unter der Enns nebſt Wien, dazu ganz Inner⸗ öſterreich, Baiern die Kaiſerkrone und Böhmen, das Land ob der Enns und Tirol nebſt dem Breisgau, Sachſen,
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