den wirklichen, nämlich durch die am 10. April 1751 ſiegreich für die Preußen ausfallende Schlacht bei Mollwitz.
König Friedrich erkannte in dieſer menſchenmörderi⸗ ſchen Schlacht, welcher große Unterſchied zwiſchen einem unerfahrenen Truppenführer und einem im eiſernen Kampfſpiel bewährten General ſei. Er wollte ſelbſt commandiren und ſtellte ſich zu dieſem Zwecke an die Spitze ſeiner Cavallerie; aber die öſterreichiſchen Reiter, von dem tapfern Römer geführt, beobachteten das Ver⸗ fahren der Türken, ſie attakirten im Galopp und ihr Anprall war ſo heftig, daß die preußiſche Reiterei ſich nicht halten konnte und in größter Unordnung weichen mußte. Die Schlacht ſchien durch dieſen ſchlimmen Anfang verloren und der König erkannte, daß ihm der Ueberblick und jene Gelaſſenheit fehle, welche, wenn auch Alles um den Feldherrn zerſchmettert niederſtürzt, dieſen doch unerſchüttert in dem Mordkreiſe bleiben läßt. Den Befehl und das Geſchick des Tages dem tapfern Schwerin überlaſſend, jagte der durch das wilde Kampf⸗ gewühl tief ergriffene junge Monarch auf ſeinem ſprich⸗ wörtlich gewordenen Schimmel vierzehn Meilen weit vom Schlachtfelde hinweg nach Oppeln, in der Hoffnung, hier Sicherheit zu finden; aber unterdeß waren Oeſter⸗ reicher daſelbſt eingerückt und empfingen ihn und ſeine


