Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Blitzſtrahl aus noch unbewölktem Himmel. Ein vom preußiſchen Miniſterreſidenten, Baron Danckelmann, in Mainz auf Befehl ſeines Königs veröffentlichtes Me⸗ morial zerriß im Nu die tiefe erwartungsvolle Stille, mit der man der Hiobspoſt des erſten großen Zuſammen⸗ ſtoßes zwiſchen beiden feindlichen Armeen lauſchte. Friedrich beſchuldigte in dieſem Memorial den Wiener Hof, Banditen gegen ihn ausgeſendet und ſolchergeſtalt die Kriegsgeſetze, welche auch unter den wilden Völ⸗ kern nicht außer Acht gelaſſen würden, verletzt zu haben. Dem Bekenntniß einer dieſer Banditen zufolge ſei dieſer genöthigt worden, in Gegenwart des Herzogs von Lothringen im Hofskriegsrathe ausdrücklich auf die Erfüllung ſeiner verbrecheriſchen Miſſion einen Eid zu leiſten. Die Gebildeten aller europäiſchen Länder erſchraken bei dieſer Anklage, die aus dem Munde eines Königs, der einer der erſten in ihren Reihen war, ein doppeltes Gewicht hatte.

Der Wiener Hof wies entſchieden durch ein eben⸗ falls veröffentlichtes Memorial die ſeine Ehre ſo tief herabwürdigende Anſchuldigung entſchieden zurück, von der der König indeß in ſeinem Schriftſtück ſelbſt den Ausſpruch gethan, daß er kaum an die Wahrheit dieſer Banditenausſage glauben könne. Der ſich darüber entſpinnende Federkrieg erlebte ein ſchnelles Ende durch