Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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Das iſt ſeine Sache, geht mich nichts an.

Oho, gnädigſter Papa!

Was iſt da zu ohon, Grünſchnabel?

Es iſt meine Sache, daher auch die Ihre. Würde ſich prächtig machen, wenn eine Prinzeß von Deſſau ihr Geſellſchaftsfräulein in einer elenden Stadtkarrete in die Welt ſchickte, der Hofmedicus muß von Eurer Durchlaucht die Erlaubniß haben, ſie mitzunehmen.

Der alte Herr brummte etwas in den Bart und äußerte dann kurz:Soll geſchehen.

Ehe indeß der alte Fürſt ſein Deſſau verließ, ging ihm eine höchſt freudige Botſchaft zu. Sein älteſter Sohn und Nachfolger in der Regierung, Leopold Ma⸗ rimilian, hatte durch einen kühnen nächtlichen Ueber⸗ fall am neunten März binnen einer Stunde die Feſtung Glogau in ſeine Gewalt gebracht. Als der alte Deſſauer in den Wagen ſtieg, hörte ſeine Dienerſchaft ihn höchſt vergnügt brummen:

Friſch drauf und dran! Friſch drauf und dran!

Wir woll'n den Feind kuranzen, Daß er an den Deſſauer denkt ſein Tag.

Ende des vierten Bandes.

Druck von Bär& Hermann in Leipzig. Papier von Julius Lange in Jeßnitz bei Deſſau.