Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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zu Gewaltthätigkeiten jede Spur von Vertrauen, das Du Dir erworben zu haben glaubſt, in einem Augen⸗ blicke ganz und gar zu verlöſchen im Stande ſind, dann iſt es Zeit, Deine Mannesfreiheit zu wahren. Die Welt iſt groß, und wer in ſeinem Berufe ſein Beſtes thut, müßte ſich ſelbſt verachten, wollte er ſich zum Sklaven machen. So habe ich geſtern gedacht, ſo denke ich heute noch.

Nach einer Weile ſagte der alte Herr:Er hat mir ſchon mehrmals zu verſtehen gegeben, daß Seine Zunge gelöſt ſei; wenn Er das Schwarz auf Weiß haben will und noch obendrein unterſiegelt, das Atteſt will ich Ihm geben. Sei Er nicht muckſch, kann das nicht leiden.

Einer kann dies, der Andere jenes nicht leiden.

Das iſt richtig. Mich zum Beiſpiel bringt's in den greulichſten Zorn, wenn einer meiner Grenadiere deſertirt. Das ſind undankbare Canaillen. Habe ich Recht?

Wie man's anſehen will.

So ſehe ich's an. Behandle die Kerls wie ein Vater, haben's gut, werden gehätſchelt, daß es eine wahre Schande iſt, und laufen davon!'s iſt ja uner⸗ hört!

Der Hofmedicus vermochte nicht, ein ihm ankom⸗ mendes Lächeln zu unterdrücken; es klang gar ſo komiſch,

Franz Carion, Ein deutſcher Fürſt. IV. 12

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