Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Platz behaupten konnte, wo er gerade lag, noch, da ſeinen Kopf ein Sack verhüllte, mittels des Auges erkannte, wohin man den Kahn führe, an die eine Wandung des Fahrzeugs rollte. Ein Schmerz an den ihm auf den Rücken gebundenen Händen machte ihn aufmerkſam, daß aus der ſchon erwähnten Wandung ein ſcharfkan⸗ tiger und ſpitzer Nagel hervorſtehe.

Dieſe Entdeckung ſuchte er nach beſten Kräften zu verwerthen, indem er ſo regungslos, als dies nur immer geſchehen konnte, den ſeine Handgelenke feſ⸗ ſelnden Strick an der ſcharfen Kante des Nagels rieb. Dieſe immerhin anſtrengende Arbeit würde, ohne ihren Zweck erreicht zu haben, ſofort zu Ende geweſen ſein, wenn der Kahn, nachdem er das andere Ufer erreicht, dort liegen geblieben wäre und man ihn, Fortu⸗ natus, hier expedirt hätte. Indeß dazu ſchien man einen andern Platz gewählt zu haben. Während eines kurzen Anhaltens von einer oder zwei Minuten hörte Fortunatus, daß Jemand, der Baron, den Kahn verließ, letzterer eine Strecke von fünf, ſechs Schritten über Steine hinfuhr, wenigſtens glaubte er das Scheuern des Kiels dafür nehmen zu müſſen, und gleich darauf wieder im Waſſer ſchwamm.

Wieder ging es eine Strecke abwärts, dann deutete das zunehmende Stoßen und Schaukeln des Kahns