Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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dieſen mit ſeiner Gemahlin an einem derſelben be⸗ merkt, ſeine Mütze tief herabgezogen, hatte von dem Durchlauchtigen ein recht freundliches Kopfnicken darauf erhalten.

Frau Annelieſe blieb ſehr lange bei ihrem Gemahle, und als ſie in ihre Zimmer zurückkehrte, war auch ſie ſehr heiter und in dieſer günſtigen Stimmung vergaß ſie ganz den Unmuth, den Anna, welche ſie noch bei der Stickerei fand, in ihr hervorgerufen hatte.

Höre Sie auf mit der Arbeit, ſagte ſie gütig, es hat keine Eile damit.

Anna gehorchte. Die Fürſtin war an die Stickerei herangetreten und betrachtete ſie.

Das iſt ja naß, ſagte ſie, auf eine Stelle der Stickerei deutend, und das Geſicht nach ihr wendend, rief ſie erſtaunt:Sie hat geweint? Da perlt noch ein Tropfen an Ihren Wimpern. Aber Anna, was iſt denn das mit Ihr? Das erſchreckt mich. Seit einiger Zeit bemerke ich, daß Sie nicht mehr ſo heiter wie ſonſt iſt. Hat Sie einen Gram, ſo ſpreche Sie ihn doch aus. Sehe Sie mich für Ihre Mutter an, vor der Sie doch gewiß Ihr Herz aufſchließen würde.

Ueberwältigt von dieſer Anſprache ſank Anna zu ihren Füßen nieder.Meine gütigſte, gnädigſte Frau