Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Da ſei das liebe Fräulein ganz ruhig, ich bin ſtumm wie'n Fiſch; aber wenn ich Ihr helfen könnte, weiß Gott, ich thät's!

Was verloren iſt, iſt verloren, äußerte Anna.

Denkt Sie das? Hm, s trifft nicht allemal zu. Man erlebt da curioſe Beiſpiele.

Eine Pauſe trat ein, dann wisperte Frau Binſe, ganz nahe an ſie herantretend:Hätte ich meine Karte mit, ſollte Sie's gleich erfahren. Die trifft auf's Haar.

Anna konnte ſich eines Lächelns nicht enthalten.

Wenn ich Ihr die Karte ſchlage, da kann Sie drauf ſchwören, daß es ſo kommen wird, wie ich's Ihr ſage, behauptete jene mit Ueberzeugung.Habe die Kunſt vor mehr als zwanzig Jahren von der alten Deubner gelernt, die vom Rhein her gebürtig war, die hatte es von einer Holländerin profitirt. Der Deubner hat's ſchöne Groſchen eingebracht, aber mein Binſe iſt 'n verrückter Kerl, der's nicht leiden will, daß ich die Karten lege. Na, und bei unſereinem, wo ein Tag ſo hingeht wie der andere, da wär's im Grunde auch lächerlich, wenn man noch auf Beſſeres hoffte. Was kann uns denn noch kommen? Weiß Sie, mein liebes Fräulein, daß ich ſelbſt neugierig wäre, wie die Karte bei Ihr fällt? Denn da muß ſich's zeigen, was der Doctor für Geſinnungen gegen Sie hat.

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