Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Das gerade nicht; ich habe mich nur heillos dar⸗ über geärgert und möcht's gern vor unſeres gnädigſten Herrn Durchlaucht zur Vermerkung bringen. Meine allerfürtrefflichſte, gnädigſte Frau könnt' es ihm gelegent⸗ lich am beſten ſtecken, denn es wurmt mich nichtswür⸗ dig, daß der Herr Durchlaucht mich, die Frau Binſe, ſo zu ſagen, zum Narren gehabt hat.

Ich verſtehe Sie nicht, erkläre Sie ſich deutlicher.

Ein Blick der Hökerin auf das am Fenſter ſitzende Fräulein ſchien die hohe Frau aufmerkſam machen zu wollen, daß es wohl beſſer ſein dürfte, wenn daſſelbe erſt entfernt werde.

Spreche Sie nur getroſt, Frau, Sie hat ſich nicht zu geniren.

Na, wenn meine allerfürtrefflichſte, gnädigſte Durch⸗ laucht das meinen, will ich auch gar nicht lange hin⸗ term Berge halten. Iſt überhaupt nicht meine Sache, bin von der Art, wie mein Binſe von unſerm gnädig⸗ ſten Herrn Durchlaucht immer ſagt: Drauf und dran! und der Satan holt Alles, wenn die Deſſauer anrücken. Ja, das muß man unſerm gnädigſten Herrn laſſen, viel Complimente und Kratzfüße macht er nicht; ſo war er früher, ſo iſt er jetzt noch.

Frau ABinſe ſchien in dieſer Erinnerung eine be⸗

ſondere Anregung zur Heiterkeit zu finden, ſie lachte