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Zudem war es allgemein bekannt, daß dieſe wür⸗ dige Hökerin noch bei Lebzeiten ſeiner höchſtſeligen Mutter in der Hofküche gedient hatte, eine Zeit, von der der Fürſt oft und gern ſprach. Frau Binſe liebte dieſe Erinnerungen aus jener lange in nebelhafte Däm⸗ merung verſunkenen Zeit ebenfalls und ihr durch das Zurückdenken aufgefriſchtes Gedächtniß vergnügte Herrn Leupold ſehr, weil ihm dadurch Kleinigkeiten in Erin⸗ nerung gebracht wurden, die ihm, den von ſo vielen andern Vorkommniſſen Abgezogenen, im Verlaufe der Zeit entfallen waren. Mit Erſtaunen erfuhr Frau Binſe, daß derſelbe Fremde, der ſie„alter Drache“ ge⸗ nannt und den Judenknaben ihrer Fauſt entriſſen hatte, der neue Miethbewohner war.
„Nun, ſteh' uns Gott bei! das wird ein ſchlechter Faden werden, den wir zuſammen ſpinnen!“ eiferte Frau Binſe ſehr erregt.„Ich ein alter Drache— das hat mir noch keine Menſchenſeele geſagt! Er ſoll ſich's doch ja nicht einfallen laſſen, mir gegenüber den Ritter Georg herausſtecken zu wollen, der den Drachen an den Boden ſpießt, da hat er ſich verflucht verrechnet. Denken Eure Durchlaucht, unſereins läßt mit ſich ſpielen, als wäre man ein in die Krallen einer Katze gerathenes Mäuslein? Lange noch nicht, nicht daran zu denken. Ich bin ein Soldatenweib, das will was ſagen.“


