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„Es wird gut ſein, Herr Mendel, wenn Ihr Euer Söhnchen entfernt. Ich ſehe, daß das Geſpräch, wel⸗ ches wir mit einander führen, ſein Nachdenken un⸗ gebührlich in Anſpruch nimmt. Seht ihn an, wie bleich er geworden iſt unter der Anſtrengung, das aufzufaſſen, wovon wir hier reden! Solches Erbleichen iſt kein gutes Zeichen.“
„Geh hinaus, mein Jüngelche“, befahl der Schulmeiſter. „Du biſt noch zu jung, um über ernſte und ſchwere Dinge ein richtiges Verſtändniß zu faſſen. Das ſind Dinge, die Dir noch fern liegen, die Du noch nicht ver⸗ ſtehſt.“
Ueber das bleiche, ſchmale Geſicht des Knaben lief ein flüchtiges Lächeln und leiſe ſagte er:„Ich hab' ſie doch verſtanden.“
„Du haſt ſie verſtanden, Jüngelche? Was haſt Du verſtanden?“
Der kleine Moſes ſchwieg eingeſchüchtert, ſein Blick flog ängſtlich zu den Augen Reb Kaſcher's auf.
„Red's'raus, mein Bocherl, red's'raus“, eiferte ihn dieſer an, ihm liebkoſend über die Wangen ſtreichend. „Will Dir dann auch erzählen ein ſchön Maiſſle von einem berühmten Dichter von unſere Leut' in Spanien, was mir grad' jetzt einfällt.“
Da blitzte es wie ein heller Sonnenſtrahl über das 11*


