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„Trete da mit Haake hier vor dem Königſtädter Thor in ein Haus, wo ein Tiſchler ſeine Werkſtatt hat. Kenne ihn, iſt'n ehrlicher Kerl, hat gedient und nährt ſich jetzt, weil er einen Schaden am Beine davon⸗ getragen und Halbinvalid geworden, von ſeiner Hände Arbeit, während ſein Weib für die Leute wäſcht. Solche Leute, wenn ſie jahrelang in einem Häuſerviertel woh⸗ nen, kennen allemal die örtlichen Verhältniſſe am be⸗ ſten, und wenn man ihnen ein wenig auf die Sprünge hilft, ſo plappern ſie von Allem, was ſie wiſſen. So kam's, daß der arme Kerl von ſeinem kärglichen Ver⸗ dienſt erzählte und ſchließlich bemerkte, daß es ihm wohl nie wieder paſſiren werde, für einen Sarg ganze zwanzig Thaler bezahlt zu erhalten, und als Haake ihm dar aufentgegnete, daß er, ſolcher Bezahlung nach, doch eine ganz noble Kundſchaft haben müſſe, ſagte der Mann: das wäre auch eine verflucht curioſe Geſchichte geweſen, über die ſich die Leute genug den Kopf zer⸗ brochen hätten, ohne bis heute zu wiſſen, was ſie da⸗ von denken ſollten. Jetzt mußte er mir beichten. Er that's im Folgenden.“
„Trink' Er erſt, Sydow, Seine Kehle iſt rauh“, ſagte der König.
„Zu Eurer Majeſtät Befehl.“
Nachdem der Commandant der Vorſorge ſeines
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