Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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chen Gewaltthaten dieſer hohe Herr in geſunden Tagen ſchnell und ohne langes Zaudern bereit geweſen, und hatten daher vollkommen Urſache, ihn, den der wü⸗ thendſte Zorn ganz unzurechnungsfähig machte, zu fürchten.

Aller Erwartung entgegen beſſerte ſich jedoch Mitte Januar ſein Leiden, und mit dieſer Veränderung kam ihm auch die Sehnſucht, wieder einmal in ſeiner Tabagie ſich zu ſehen. Sein Leibarzt, Doctor El⸗ ler, erwägend, daß der ungeſtillte Wunſch bei einem ſo choleriſchen Temperamente, wie das des Königs, eher ſchädlich wirken könnte, gab die Erlaubniß dazu, und der Umſtand, daß Herr Leupold von Deſſau an dem⸗ ſelben Nachmittage in Berlin anlangte, als der König die Herren des Tabakscollegiums zur Verſammlung für den Abend hatte einladen laſſen, erhöhte deſſen heitere Stimmung außerordentlich.

Er hatte ſich auf einem Rollſtuhle ſitzend ins rothe Gemach fahren laſſen, und daß Niemand von den Ver⸗ ſammelten aufſtand, um ihn, der faſt zwei Monate nicht hier geweſen, zu begrüßen, freute ihn nicht nur deshalb, weil es mit den Geſetzen der Geſellſchaft, nach denen Jeder, alſo auch er, nur in der Eigenſchaft eines Gaſtes, der eine gewöhnliche Tabagie nach ſeinem Belieben beſucht, hier erſchien, vollkommen übereinſtimmte, ſondern auch,