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Ihre Einrichtung gehörte ins Gebiet des Aermli⸗ chen. Inmitten des Gemachs ſtand eine lange Tafel, um welche die Mitglieder des Collegiums auf rohen Holzbänken ſaßen; ein einziger Holzſchemel ſtellte ſich als bevorzugter königlicher Sitz dar. Laufende Un⸗ ſchlittkerzen in ordinären Tellerleuchtern erhellten die vom Tabaksqualm ohnehin ſtark getrübte Atmoſphäre. Jeder in dieſer Verſammlung Seßhafte hatte einen weißen Krug voll Bier und ein Trinkglas vor ſich ſte⸗ hen. Kleine Pfannen mit glimmenden Torfſtückchen zum Anzünden der Pfeifen, kurze niederländiſche Thonſtum⸗ mel von der ſchlechteſten Sorte, geflochtene Körbchen mit holländiſchem Blättertabak, Bret⸗ und Würfelſpiele zu dem damals ſehr beliebten Toccadilleſpiel, auch einige Landkarten für gelegentliche geographiſche Strei⸗ tigkeiten— damit wäre die Ausrüſtung der Tafel voll⸗ ſtändig geſchildert.
Einige Tiſche an den Wänden dienten zur Auf⸗ nahme des unvermeidlich täglich der Geſellſchaft zur Verfügung geſtellten Brodes, Butter und Käſe. Als beſonderes Zeichen guter Laune des Königs wurde es angeſehen, wenn Schinken, Kälberbraten oder kalte Fleiſchpaſtete, von denen Jeder ſich nach Belieben ab⸗ ſchneiden konnte, aufgeſetzt wurde. Eine halbe Tonne Bier ward in der Regel allabendlich aufgelegt und


