Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Stellvertretung. Sie wäre ſehr glücklich, ſolche gute Freunde zu haben, ſchreibt die Bille. Denke Er nur, Libuſch, was meine Frau Tochter für hohe Bekannt⸗ ſchaften gemacht hat!“

Der mütterliche Stolz war nicht wenig angeregt von dem Bewußtſein, durch den Abglanz ſo hoher, ganz aus der Ferne leuchtender Freundſchaft ſich geehrt fühlen zu können. Die Unterhaltung, die eigentlich nur von Frau Eva in Fluß erhalten wurde, weil Libuſch nur höchſt ſparſam ein paar Worte einmiſchte, wendete ſich wieder der Erinnerung an Fräulein Re⸗ gina zu.

„Bürgermeiſter Bonnafox hat offenbares Unglück mit den Milagsheim'ſchen Weibsleuten“, ſprach die Frau Feldwebel.„Die eine, die Regina nämnlich, i*ſt, wie Se. Durchlaucht ſich auszudrücken beliebt, ihm aus lauter Liebe deſertirt und die andere, die er ſo gleichſam zur Entſchädigung geheirathet hat, liegt ſchon ſeit Jahr und Tag in der Scheidung mit ihm. Durch⸗ laucht, die immer den Nagel auf den Kopf trifft, hat neulich zu meinem Herrn Eheliebſten geäußert: von den beiden Leuten ſei eins ein halb Schock, das andere dreißig Stück werth. In der Stadt gönnt's ihm alle Welt, daß er ſo ſchlecht angekommen iſt, denn er iſt ein gar hochmüthiger Patron, der die Leute für Nullen