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Friedrich ſoll die Tochter des Herzogs heirathen. Mag ſie nicht, hat keine Luſt zu ihr— kann's ihm nicht verdenken, möchte auch kein Heiligenbild. Wie ich zu ihm ſage:„Königliche Hoheit werden gewiß ſehr glücklich werden als Gemahl dieſer aimablen Prinzeß“, gibt er mir zur Antwort:„Wer kann ſagen, wie kommende Woche die Witterung ſein wird!« Kommſt Du mir ſo? dachte ich und's fiel mir ein, daß ich dem Seckendorf einen ſpaniſchen Reiter in den Weg werfen könnte.“
„Wie fingſt Du das an, Leupold?“ fragte die Fürſtin.
„O, ich ſagte nur ein paar Worte, als ich mich.
bei Sr. Majeſtät dem Könige verabſchiedete.„Wünſche, daß die Geſchichte mit Jülich ſich endlich zu Ew. Maje⸗ ſtät Zufriedenheit abwickle, Zeit wäre es einmal.“ Bah, blutwenig Worte, gelt? Aber veritables Blaſenpflaſter, kenne das. Der Seckendorf wird daran zu thun haben. Hahaha!“
Es war ein ſehr logiſcher Schluß von ſeiten Herrn Leupold's. In König Friedrich Wilhelm's I. Denken lag die Eigenthümlichkeit einer leicht angeregten Reiz⸗ barkeit. Sein etwas mißtrauiſcher Charakter glich einem vieläſtigen, aber feſten Stamme, an deſſen Aeſten die herabwehenden Schneeflocken leicht hängen bleiben,


