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Pracht verrauſcht war, ein ſchwerer Schatten ſich an⸗ hing, der alle Höfe, alle Völker Deutſchlands, ja ſelbſt die fremden Regenten mit Schrecken ſchlug.
König Friedrich Wilhelm I. hatte bald nach dem Lager von Mühlberg eine Reiſe durch Franken und Schwaben nach dem Oberrhein angetreten, begleitet von ſeinem Kronprinzen Friedrich und nur wenigen Perſonen. Die traurigen Verhältniſſe, in welche das Zuſammenwirken verſchiedener Urſachen den Kron⸗ prinzen ſeinem Vater gegenüber verſetzt hatte, wollte er mit einer Flucht auf dieſer Reiſe mit einem Male enden; aber ſie mißlang, er wurde verhaftet und als Staatsgefangener nach Küſtrin gebracht, wo das gegen ſeine Perſon und ſeine Mitſchuldigen ausgeſprochene Todesurtheil an ſeinem Freunde, dem Lieutenant von Katt, vollzogen wurde. Das Schreckbild, ſeinen eigenen Sohn durch das Schwert des Henkers ſtrafen zu laſſen, hielt der König eine Zeit lang aufrecht. Von allen Seiten gingen Fürbitten für den ſcheinbar— gewiß hatte der König nie die Abſicht, eine ſolche grauenhafte, alles Vatergefühl in ſeinem Herzen verhöhnende That vollziehen zu laſſen— dem Tode Verfallenen ein, aber keine ſchien kräftiger und entſchiedener das königliche Herz zu faſſen, als des Deſſauers dreiſt ihm ins Ge⸗ ſicht geſagte Behauptung, daß ihm nach den Reichs⸗


