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ſchweren Wetters während der Nacht zu prophezeien war.
Herr Leupold fühlte die Nothwendigkeit, ſich ſeiner wenigen Kleidungsſtücke zu entledigen. Im Hemde, wie er ſehr oft in ſeinem Arbeitszimmer die an ihn kommenden Rapporte entgegen zu nehmen pflegte, trabte er in dem von ihm bewohnten Gemache umher, dann und wann ſich in eins der weit geöffneten Fenſter legend, um Luft zu ſchnappen. Draußen lag eine ſo finſtere Nacht über dem Städtchen, daß kein Gegenſtand zu erkennen war; kein Laut drang zu ſei⸗ nem Ohr, ſelbſt die leicht zum Kläffen geneigten Hunde in den Gehöften ſchienen die Anſtrengung des Bellens bei dieſer erſtickend ſchwülen Luft zu ſcheuen. Lang⸗ ſam rollte ein von zwei Laternen vorantragenden Leuten durch die dichte Finſterniß geleiteter Wagen vor das Amthaus.
„Was zur Schwerenoth iſt das für'ne Karrete?“ rief der Fürſt hinunter.
„Der Herr Geheimrath von Beer kommt zu Ew. Durchlaucht“, lautete die Antwort.
„Der Beer? Na, nur herauf! Ich bin auf dem Poſten!“
Mehr todt als lebend trat der Ankömmling nach
einigen Minuten ein. Der dienſteifrige, aber nicht Carion, Der alte Deſſauer. IV. 11
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