Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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158 es auch wieder Stunden, wo er ſich mit Nachdenken beſchäftigte, freilich mit keinem ſolchen, das alle Seelen⸗ fäden gleichſam zuſammen in eins faßt, um einem großen und tiefanregenden Gedanken nachzugrübeln und ihn ſich zu eigen zu machen. Es war vielmehr ein ärgerliches Sinnen, das ihn beläſtigte. Er konnte Geheimniſſe nicht leiden, und an die Korporal Philipp betreffende Erinnerung knüpfte ſich eins, das ſcheinbar ungelöſt für ihn bleiben ſollte.

Agent Gräfe aus Wien zeigte im Verlaufe des nächſten Frühjahrs an, daß Geheimrath von Beer jetzt hinſichtlich der gewünſchten Primogenitur bei dem Reichshofrath ſchnelle Erledigung finden werde, und Herr Leupold ſandte letztern ſofort nach Wien, um das ihm ſehr am Herzen liegende Werk der Ordnungs⸗ folge im deſſauiſchen Lande geregelt zu ſehen. Neben⸗ bei erhielt der Geheimrath auch die Ordre, den Prinzen Eugen zu einer Erklärung hinſichtlich der Buſſy⸗ Rabutin'ſchen Angelegenheit zu bewegen.

So bewegt auch des Fürſten tägliches Leben war, ſo waltete darin doch eine Einförmigkeit ohnegleichen; jeder Tag, wenn nicht ganz beſondere Umſtände ein⸗ traten, rollte in dem Gleiſe der Gewöhnlichkeit hin. Es war nicht zu verwundern, daß ein ſo thaten⸗ durſtiger Charakter wie der Herrn Leupold's von