Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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156 reiſte, aus ſeinem Zimmer getreten, laut aufgeſchrien, als geſchähe ihm die größte Wehethat, ſodaß das ganze Schloß zuſammenlief. Sein Kind brachte ihm vor dem Scheiden als Wachtpoſten vor ſeiner Thüre ſtehend das letzte militäriſche Honneur. Das griff ihm tief zu Herzen. Der Brommer, der in der Nähe ſich aufgehalten, mußte nur ſchnell herbei⸗ eilen, um ihr die Flinte abzunehmen, damit Herr Leu⸗ pold in ſeinem ungeſtümen Schmerze ihr durch die Waffe nicht wehe that, denn er hatte die Arme um die Tochter geſchlungen und ſie ſo feſt an ſich gedrückt, daß ſie kaum mehr zu athmen vermochte.

Und als ſie an ihres Gemahls Seite, begleitet von dem durchlauchtigen Vater, der gnädigſten Mama und allen ihren Geſchwiſtern die Schloßtreppe hinunterſtieg, um zu der ihrer harrenden Equipage zu gehen, mußte ſie die von ihrem Bruder Moritz be⸗ fehligte präſentirende Knabencompagnie paſſiren, deren Tamboure und Pfeifer den Parademarſch aufſpielten, und außerhalb des Schloſſes ſtand eine Compagnie des Halleſchen Muſterregiments, das ſie mit voller Regimentsmuſik empfing. Herr Leupold wußte, daß es ihr Freude machen werde, von den wie aus Erz gegoſſenen Kriegern ihr Scheiden verherrlicht zu ſehen.

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