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Namen ein Anderer geworden, wohlgemuth die be⸗ lebte Straße nach der alten Königsſtadt an der Moldau hin.
Die neuen Berührungen, in welche er, der Fuß⸗ wanderer, auf der Straße kam, verkürzten ihm die Reiſe. Er hatte nur die Verhältniſſe reicher Leute
in ſeinem hohen Stande kennen gelernt, jetzt lernte er
auch die jener armen Leute kennen, die ihr tägliches Brod mühſelig erwerben müſſen, und er verhehlte ſich nicht, daß es der Mühe werth ſei, dieſe Erfahrungen zu machen, die er im eigentlichſten Sinne des Wortes aus der Tiefe des großen Ganzen ſchöpfen konnte. Oft freilich, wenn er ermüdet vom Marſche auf einem Rain an der Straße lagerte, wollte ihm der Wechſel, den er jetzt erlebte, wie ein Traum vorkommen. War's doch mit ihm wie im Märchen, wo der ver⸗ ſtoßene Prinz die gefährlichſten Proben beſtehen muß, um für ſein erhabenes Ziel, den Beſitz des ihm zu⸗ gehörenden Throns, die rechte Weihe zu empfangen. Dachte er zurück an das, was hinter ihm lag, ſo zuckte es wohl heftig in ihm wie ein großer Schmerz um ein verlorenes Gut; aber er raffte ſeinen Muth zuſammen, und wie dicht verſchleiert auch ſeine Zu⸗ kunft vor ihm ſtand, ſo kam doch kein Verzagen in ſeine Seele. Er wanderte weiter voll der Luſt, wie


