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halle ein Planwagen, auf dem ſich mehrere Soldaten befanden. Der ſie befehligende Korporal machte ſie, als Hubert einſtieg, auf eine Umhängetaſche mit den Worten aufmerkſam:„Des Gefangenen Eigenthum wohl in Acht zu nehmen.“ Das ſtarke Geſpann griff raſch aus, ſobald es erſt die Schlagbrücke hinter ſich hatte. Die Nacht war dunkel, regneriſch, die Fahrt deshalb langweilig, da kein Wort gewechſelt wurde, denn der Commandirende hatte gleich anfänglich auf Hubert's Frage:„Wohin bringt man mich?“ lakoniſch geantwortet:„Wohin meine Ordre lautet.“
Nach vierſtündiger Fahrt— es war noch dunkel, denn man befand ſich tief im Spätherbſt— rollte der Wagen in einen Hof. Ein paar Militärs traten ihm entgegen, der Korporal lieferte ihnen den Trans⸗ portirten aus und zog ſich mit ſeinen Soldaten zurück. Dies Alles ging ſo förmlich zu, daß Hubert ſich wirk⸗ lich noch für einen Gefangenen hielt. Indeß wurde dieſe eben nicht erheiternde Vermuthung ſofort aus ſeiner Seele verſcheucht, als der älteſte der beiden Militärs ihn in ein Zimmer weiſend ſagte:„Sie ſind frei. Meine bezüglich Ihrer Perſon erhaltene Ordre legt mir nur die einzige Pflicht auf, Sie an Ihr gegebenes Ehrenwort zu erinnern.“
Nach einer kurzen Ruhe, während welcher der Tag 14*


