Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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Ich wüßte Sie nicht anders zu nennen, war jenes ruhige Antwort.In den Augen eines Juſtiz⸗ mannes gilt nur das Bewieſene; aber davon iſt jetzt nicht die Rede. Sie ſind frei, ſobald Sie Ihr Wort verpfänden, daß Sie fern von Wien unter anderm Namen leben wollen.

Und von wem ſtammt dieſer Vorſchlag?

Ich habe keine Erlaubniß, Namen zu nennen, nur das kann ich Ihnen ſagen, daß dieſe Verbannung, die Sie ſich ſelbſt auflegen, ich meine die Bedingung, irgendwo unbekannt zu leben, Ihnen mehr Vortheile bietet, als wenn der Spruch des Gerichts Sie trifft, in einem weit entfernten Gefängniſſe zu den Ver⸗ ſchollenen zu gehören. Wie Sie die Verbindung mit Ihren hieſigen Freunden unter irgend einem deckenden Geheimniſſe wieder anknüpfen wollen, das iſt dann Ihre Sache. Die Wahl iſt, denke ich leicht für Sie.

Ich nehme Ihren Vorſchlag an in der Voraus⸗ ſetzung, daß man mich in den Beſitz der nöthigen Mittel ſetzt, um leben zu können.

Das wird geſchehen, Graf. Der nächſte Morgen ſieht Sie fern von hier in Freiheit.

Damit war dieſe Unterredung geendet und Hubert wanderte in ſeine Gefängnißzelle zurück. In der nächſtfolgenden Mitternachtsſtunde hielt in der Thor⸗

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