Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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Die Fürſtin trat zu ihm mit der leiſe an ihn gerichteten Frage, wie er zu der Meinung komme, daß der junge Mann, auf den man ſächſiſcherſeits ſo eifrig fahnde, kein Betrüger ſein dürfte?

Sieh, Annelieſe, antwortete Herr Leupold, indem er ihren Arm unter den ſeinen ſchob und ein Stück Weges entfernt von dem Rondel mit ihr auf und nie⸗ der promenirte,Prinz Eugen hat mir jeweilig im Feld⸗ lager aus der Wiener Skandalchronik komiſche Dinge erzählt, und da ich mit dem verſtorbenen Generalfeld⸗ marſchall Graf Buſſy⸗Rabutin perſönlich bekannt war muß es ihm im Grabe nachſagen, war ein tüchtiger Offizier ſo entſann ich mich ſchnell, was ich ihn betreffend von Eugen gehört hatte. Der ehemalige Reichshofkanzler Graf Sinzendorf war kaum zwei Mo⸗ nate todt, als ſeine Wittwe, eine geborene Prinzeſſin von Holſtein, den Buſſy⸗Rabutin heirathete. Na,'s war allerdings auffällig, daß es damit ſo Hals über Kopf ging, aber es ſoll ſeine Urſachen gehabt haben. Die Familie Sinzendorf, über die merkwürdig raſche Heirath wüthend, ſetzte die Trennung der Söhne des verſtor⸗ benen Reichshofkanzlers von ihrer Mutter bei kaiſerli⸗ cher Majeſtät durch. Daß mein Feldkamerad Buſſy⸗ Rabutin wirklich einen Sohn von ihr hatte, weiß ich beſtimmt, denn er ſprach einigemal, da er wußte, daß

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