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ſelbſtverſtändlich einen Proteſt gegen dieſe Wiederho⸗ lungen. Man hörte in Ergebenheit zu, weil ſich nichts Anderes thun ließ.
„'s war eine ganz verfluchte Partie, die Einnahme von Caſſano!“ hob er an einem der letzten durch be⸗ ſondere Schönheit ausgezeichneten Auguſtabende an, als er ſich mit ſämmtlicher Familie, die kleine dreijährige Prinzeß Henriette Amalie nicht ausgeſchloſſen, welche auf ihrer durchlauchtigen Mutter Schooße eingeſchlummert war, niedergelaſſen hatte.„Prinz Eugen hatte einen Streifſchuß am Kopfe weggekriegt und der Leiningen lag gar todt niedergeſtreckt in ſeinem Blute, ſodaß Nie⸗ mand zum Oberbefehl übrig blieb als eben ich. Damals, 1705, war ich ein Kerl von neunundzwanzig Jahren, und das iſt ein Alter, wo man ins Zeug geht. Drauf und dran, biegen oder brechen, ſo iſt immer meine Loſung geweſen und an dem Tage von Caſſano erſt recht, denn da galt's die Reputation. Schwerenoth, wir hatten eine Hitze zum Verrücktwerden, die Sonne brannte ſo glü⸗ hend nieder, daß meine Kerle ausſahen, als flennten ſie, ſo rann ihnen der Schweiß über die Geſichter, aber ablaſſen? Dachte nicht dran. Vorwärts ging's, immer vorwärts. Die Franzoſen lachten ſich hinter den Gräben von Caſſano ſchon ins Fäuſtchen, daß wir vor den beiden
Kanälen wie Ochſen am Berge ſtehen würden; aber wir *
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