Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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unverhüllt, keine Schranke achtend und jeder ſanftern menſchlichen Regung entkleidet. Unter die Zahl der Be⸗ dauernswerthen gehörte der, welcher die Urſache ſolcher Zornesäußerung bei ihm war, denn die Verhängung grau⸗ ſamer Strafen, ein trauriges Zeichen ſeiner Zeit, galt ihm, dem Gewaltmenſchen, als fürſtliches Vorrecht und er bediente ſich deſſen mit Vorliebe.

In ſolchen Momenten war es ſelbſtverſtändlich, daß Niemand nach ſeiner Nähe gelüſtete, weil es gar nichts Auffallendes war, daß ſein Unmuth ſich auf den ihm zunächſt Befindenden warf und etwas an ihm herausfand, das ihn zum Gegenſtande eines oft mit ſehr unangenehmen Folgen verbundenen Donnerwetters machte.

Eine ſolche Befürchtung ſchien der an der Thür in ſcheinbarer Erſtarrung aller Gliedmaßen ſtehende Feld⸗ webel nicht zu kennen. Er glich in ſeiner Unbeweglich⸗ keit einer ſteinernen Figur, der man das Soldatenkleid mit allen dazu gehörenden Anhängſeln angethan hat. Selbſt ſeine Augen gehorchten dem eiſernen Zwange, welcher den Soldaten damaliger Zeit zur Entäußerung jedes Selbſtwillens heranbildete und zur gedankenloſen Maſchine machte. Er ſah ſo ſtarr und unverwandt gerade aus, als wollte er die ſeinem Standpunkte gegen⸗ über ſich zwiſchen den beiden Fenſtern des Gemaches be⸗ findende Wand, an der das Portrait Friedrich Wilhelm's I.,