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züchtigte aufblickend dicht vor ſich, nur durch die Bank ge⸗ trennt, den Feind erkannte, welcher gewiß nicht unterlaſſen würde, Alles aufzubieten, was zu ſeiner Ergreifung füh⸗ ren konnte. Er ſah ſich hier in eine Falle gerathen, der zu entgehen zu den beſondern Glücksfällen zu zählen war, und der momentane Schreck machte ihn ganz ſtarr.
„Oertzen— Mörder! Mörder! Haltet ihn feſt, er iſt ein entſprungener Mörder!“ ſchrie Jürg plötzlich auf. Trotz des lebhaften, lärmenden Summens der Zuſchauer⸗ menge war dieſer Schrei ziemlich deutlich von vielen der Umſitzenden vernommen worden. Man fuhr von den
Bänken auf.
„Ein Mörder unter uns!“ kreiſchten mit Entſetzen Frauen und Mädchen. „Greift ihn! Haltet ihn feſt! Stadtdiener herbei! Ein Mörder! Ein Mörder!“ ſchrieen männliche Stimmen. Während ein Theil der Zuſchauerinnen in blinder Angſt auf die Bänke ſprang, um aus der Nähe eines ſo ſchrecklichen Verbrechers zu flüchten, hatten mehrere der nächſt Sitzenden Anſtalt gemacht, den Junker feſtzu⸗ halten, der vom Nachbar Jürg's hart am Kragen gefaßt
worden war.
Mit blutrünſtigem Geſicht, von einem
JFauſtſchlag Oertzen's hart getroffen, ſank Jürg auf die Bank nieder. Da auch die Gefährten Oertzen's ſich thätlich
einmiſchten, ſo entſtand ein ſo heftiges Durcheinander,


