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„Sire, ich kann dem Kaffee keinen Geſchmack abge⸗ winnen. Ich bin nach ſpaniſcher Sitte erzogen, man findet in Spanien Chokolade angenehmer.“
„Nichts thut mir mehr leid, als Spanien nicht ge⸗ ſehen zu haben“, bemerkte der Hofjuwelier.„Für Bau⸗ meiſter und Goldſchmiede iſt es eine Schule voll der herrlichſten Beiſpiele. Die mauriſche Architektur und die mauriſchen Goldarbeiten ſind gleich ſehr berühmt. Leider aber iſt es auch der Ketzerhaß, mit dem man in dieſem Lande alle verfolgt, welche nicht der katholiſchen Religion angehören. Dies war der Grund, warum ich als Pro⸗ teſtant es vermied, die ſpaniſche Grenze zu überſchreiten.“
Nach kurzem Schweigen entgegnete der Zaar:
„Die ſpaniſchen Regenten haben ſich zu Sklaven ihrer Prieſter gemacht, indem ſie vergaßen, daß ſie die Herren des Landes ſeien und es in unvordenklichen Zeiten eher Fürſten gab als Prieſter. Die prieſter⸗ liche Obergewalt iſt für jedes Volk ein Unglück. In meinem Rußland kennt man Unduldſamkeit gegen Anders⸗ glaubende nicht, denn ich kenne ſie nicht.“ In dieſen letzten Worten ſprach Peter das Programm ſeiner Regierung ſo beſtimmt aus, daß ſich gar nicht daran zweifeln ließ, er betrachte ſich als die allein leitende Seele Rußlands.
Herrn Dinglinger's Magd trat an ihren Herrn heran


