Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Dem Himmel ſei Dank, Zephanja kommt. Sie wird wohl ſo glücklich ſein, ihn von dem gefährlichen Sitze wegzubringen.

Dieſe Troſtworte, welche der Hofjuwelier an ſich ſelbſt richtete, betrafen eine junge Dame, welche ſo eben auf der Plattform erſchien. Auch der Zaar hatte ſie ſo⸗ gleich erblickt und rief ihr zu:Kommen Sie hierher zu mir, Mademoiſelle Zu Zu bei allen Heiligen, jetzt finde ich Ihren Namen nicht.

Zephanja, Sire.

Richtig, Zephanja. Es iſt aber auch ein Name, der in meinem Rußland unbekannt iſt.

Ich glaube das wohl, Sire. Mein Vaterland Spa⸗ nien und Ihr Rußland ſind faſt durch einen Welttheil von einander geſchieden. Was in dem einen gebräuchlich iſt, kennt man in dem andern nicht.

Während dieſer gewechſelten Reden war die junge Dame mit einer leichten Verbeugung zu dem Zaar ge⸗ treten. Ihr gebräunter Teint deutete auf ihre ſüdliche Heimat. Sie war nicht über Mittelgröße und die ſpaniſche Mantille ſowie das darunter getragene Kleid von ſchwarzer Seide. Ueber ihrem ſchönen, laber ſcharf geſchnittenen Antlitz lag ein Hauch von Ernſt, welcher jedes allzudreiſte Annähern an ihre Perſon gleich im

voraus als eine ihr zug

l gefügte Verunehrung zurückwies.