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ihr Auge; oft ſtarrte ſie mit weitgeoͤffneten
Augen vor ſich hin, und man ſah, daß ein ſchrecklicher Kampf in ihr vorging. Der Vor⸗ abend des Tages, welchen der Baron zu ſei⸗ ner Abreiſe beſtimmt hatte, erſchien. Bis Mit⸗ ternacht mußte er an Paulinens Seite blei⸗ ben, die ſich oft mit dem ganzen Ausbruche ihrer heftigen Leidenſchaft in ſeine Arme warf, hald leblos wie eine Buͤſte vor ſich hinſtarrte. Mit dem letzten Schlage der Glocke riß ſie ſich ploͤtzlich los. Er rief ihr nach, daß er Morgen noch Abſchied von ihr nehmen werde. Sie wendete ſich um, und ſagte langſam mit feierlicher Stimme:„»Morgen, ja morgen!“ dann eilte ſie in ihr Schlafzimmer.
Mailberg ſtand ſehr fruͤh auf, die Poſt⸗ pferde kamen, der Wagen ſtand ſchon gepackt vor der Thuͤre. Er hatte gefliſſentlich den Ab⸗ ſchied von Paulinen bis auf den letzten Au⸗ genblick geſpart, um ihn ſo kurz als moͤglich zu machen. Er ging in ihr Zimmer, und o Himmel, wie fand er ſie! Pauline lag todt auf dem Ruhebette, ihre ſchoͤnen Augen wa⸗ ren herausgedrungen, das ſonſt ſo reizende Geſicht war ſcheußlich aufgedunſen und voll ſchwarzer Flecken. Die Ungluͤckliche hatte Gift genommen. Ein Brief an Mailberg, der auf
dem Tiſche lag, zeigte, daß ſie ſchon lange


