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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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Bei allen dieſen Vorzuͤgen war es wohl nicht zu wundern, daß ſie eine Menge von Bewunderern hatte; die Mehrzahl beſtand auch hier wie uͤberall aus faden Gecken, die ihre lauwarmen Flammen auf jedem Altar zum Opfer darbringen, aber es gab auch einige Maͤnner von achtungswerthem Charakter dar⸗ unter, deren Antraͤge in jeder Hinſicht be⸗ ruͤckſichtigt zu werden verdienten; wir wollen hievon nur zwei bezeichnen, deren Bewerbun⸗ gen bedeutenden Einfluß auf Eliſens Schick⸗

ſal hatten, und welche darum in ihrer Ge⸗

ſchichte einen Platz einzunehmen verdienen.

Der eine, Wohlfeld, war freilich gerade noch einmal ſo alt als Eliſe, doch da dieſe

erſt ſiebzehn Jahre zaͤhlte, ſo war ſein Alter eben dasjenige, wo der Mann erſt vollkommen

ausgebildet, von den Schlaken jugendlicher

Thorheit und Unbeſonnenheit gereinigt, erſt dieſen Namen mit Recht verdient. Ein be⸗ deutendes Amt, und ein großes Vermoͤgen,

welches er beſaß, machten ihn in oͤkonomiſcher

Hinſicht fuͤr jedes Maͤdchen zur wuͤnſchens⸗ wertheſten Parthie, ſo wie ſein untadelhaftes Betragen, ſein edler, beſonnener und ſanfter Charakter Buͤrge waren, daß keine mit ihm ungluͤcklich ſehn wuͤrde. Seine Geſtalt war edel, ſeine Zuͤge angenehm, und bezeichneten