Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

durch den die Erde und der Himmel wie mit einem rothlichen Feuer erfuͤllt zu ſein ſchienen, ließ ſie noch deutlicher die Gegend unterſcheiden. Es war kein Haus in der Nähe zu ſehen, doch glaubten ſie in der Hohle, aus welcher das Licht drang, eine menſch⸗ liche Geſtalt zu erblicken. Jetzt umgab ſie wieder dichte Finſterniß, doch der Strahl uͤber ihnen wurde ihnen nicht mehr durch den blendenden Schein der Blitze verborgen. Sie beſchloſſen, jene Hohe zu er⸗ ſteigen, und mußten ihren Weg zwiſchen Felſen⸗ blöͤcken verfolgen, über denen hier und da wildes Gebuͤſch hing; aber immer mehr näherten ſie ſich dem Licht, und endlich ſtanden ſie der Offnung einer Hoͤhle gegenuͤber, die durch große uͤbereinander ge⸗ fallene Felſenſtuͤcke gebildet zu ſein ſchien; und in⸗ dem ſie in dieſen Raum blickten, fuͤhlten ſie ſich un⸗ willkuhrlich von Furcht und Entſetzen ergriffen.

Es brannte in der Hoͤhle ein Feuer, uͤber wel⸗ chem ein kleiner Keſſel hingz auf einer duͤnnen eiſer⸗ nen Säule ſtand eine Lampe, und an jenem Theile der Felſenwand, wo das Feuer brannte, hingen meh⸗ rere Reihen von Kraͤuterbundeln, welche dort trock⸗ nen ſollten. Ein vor dem Feuer liegender Fuchs ſtarrte mit ſeinen großen, rothlichen Augen die Frem⸗ den an. Sein Haar ſträubte ſich, und zwiſchen den grinſenden Zähnen ſtieß er einen hohlen Ton hervor. In der Mitte der Hoͤhle ſah man eine irdene Sta⸗ tue, welche drei Kopfe von ſeltſamer und phantaſti⸗